Vor kurzen wurde im Chopperforum (Das beste Forum im W.W.W!!!) ein Threat angestoßen der mich zu dieser Seite inspirierte.Jetzt kann ich als zugereister Wessi schlecht etwas wirklich fundiertes zu der Bikerscene in der ehmaligen DDR sagen.Deshalb  werde  ich schweigen und die Leute die diese Zeit erlebt haben zu Wort kommen lassen,den wer könnte das Leben in einer Randgruppe besser beschreiben.

Sehr schöne Seite der Rohrebiker Weißwasser / kleine Biker Historie  /  schöne Bilder EMW Chopper

Die Arbeit der Staatsorgane hinter  den Kulissen des Rennsports.

Geniales-   https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=-GK-nrcnM-Q#! (Thanks Topperharly  )

Nur noch etwas-Ich bewundere Leute die zu dieser Zeit ihren eigenen Weg gegangen sind und aus wenig viel gemacht haben.Ich selbst bin in Herzberg am Harz geboren und bin gleich nach der Wende "rüber" gemacht.Fast 20 Jahre lebe ich jetzt schon in Nordhausen und komm sehr gut zurecht hier-das Ossi und Wessi ist zwar sicher noch Jahre in vielen Köpfen aber für mich nie ein Thema gewesen.

Vor langer Zeit gabs mal nen Bericht in der BN zu dem Thema-leider find ich ihn nicht aber auf den Seiten des Feuerreiter MC  und  Dragon-Bikers MC /  Kartoffelkäferbande  kann man schonmal etwas stöbern.

 

 Auch auf den Seiten des MDR findet man etwas- Rennsport in der DDR / Helga Heinrich Steudel

 

                                                         Von Stefan

 Sagen wir mal so,wir hatten wenig Material aber den Kopf voller Ideen und Möglichkeiten in den Volkseigenen Betrieben.

Auf dem Bild ist mein Eigenbaumotorrad mit Zündapp KS 600 Motor und die BMW meines Kumpels,die er aus von der Oma geschmugelten und nachgebauten Teilen 

zusammengebaut hat.Zugelassen haben wir die Teile mit Original Papieren/KFZ Brief aus den 40er Jahren.Eintragungen haben wir uns selber in die Papiere geschrieben,ne

Bekannte hatte ne Büromaschienen Reperatur und somit genau die Schreibmaschienen der KTA ( damals der Tüv) und der Polizei-so sind dann die Eintragungen in die Papiere

gekommen.

Entstanden sind die Motorräder 1977-80,ist ne lange Zeit aber da war ich zwischenzeitlich noch bei der Armee für 1,5 Jahre.

Mein Eigenbau mit dem Zündappmotor  ( Vergaser vom Trabant,Gabel von ner MZ ETS,Räder und umgebauter Kardan von ner MZ BK usw) hab ich heute noch,fährt noch.

Stefan- Bikers-Dream-24  Stahlpakt MC Rhön- Thanks 

 


 

                                                               Von Topperharley

Ich war in einen AWO Club,wir hatten schöne Jahre und machten das was uns Spass machte.Wir fuhren mit umgebauten und originalen (NUR  4 Takter) durch die Gegend-

Wir trieben uns auf Treffen in Wurzen,Jessen,Bautzen,Radebeul (oder wars Radeberg?) Delizsch,Dessau usw usw rum und trafen Gleichgesinnte.

Die AWO Szene war ein eingeschworener Haufen-DDR weit.Zweitakter und MZ Fahrer wurden nicht geduldet,ich habe sogar auf einen Treffen eine MZ ETZ 250 brennen gesehen.

Auf den Bildern die ich  besitze sieht man nicht eine Zweitakter...so war das damals.

Wir fuhren in Kolonnen,vorn weg oft eine original Touren AWO mit Seitenwagen, die Jungs waren bekleidet mit langen Ledermänteln und Feuerwehrhelmen.

Das Auge der Stasie war auch auf uns gerichtet,wir waren ja alles Nazies.Auf den Treffen kannten sich nach ein paar Jahren fast alle persönlich,den großen Zulauf gab es nicht.

Durch die mangelde Versorgung mit AWO"s hielten sich die Neulinge und somit die Teilnehmerzahl in Grenzen.

AWO Clubs = MC ?

Ich behaupte mal ja,die Strukturen waren die gleichen.Hangerounds gabs,Prospects gabs es gab Präsies und Member.Es hieß damals nur nicht so wie heute,wir hatten noch nicht diese

Begriffe aber es ähnelte sich alles sehr.Nicht jeder wurde geduldet oder war erwünscht da bei Neulingen immer die Gefahr bestand das sie von der Stasie waren (Selbst Erfahrung).

Ein Jahr wurde ich beäugt und man mußte mich kennen lernen eh ich halbwegs akzeptiert wurde-allso eine echte Anwärterschaft.

Thema Schikane:

Es gab auch die andere Seite der Medailie.Wir waren mal für ein Wochenende in Erfurt bei einen befreundeten losen Haufen mitten inner Stadt in nen Wohnblock einquartiert,unten

an der Straße war eine Disco(Ehr ein kleiner Club wie man heute sagt).Dort haben wir laut und hemmungslos gefeiert,es kammen keine Bullen oder Stasie und haben uns das Leben 

schwer gemacht-im gegenteil.Am anderen Morgen als wir um 11 Uhr zur Mittagspause ( Essen fassen) wollten kamen zwei Polizisten und boten uns an freiwillig eine Alkoholkontrolle

vor antritt der Fahrt zu machen.Klar namen wir das Angebot an.Wir wurden nicht weiter Kontrolliert , die nicht fahren konnten nahmen wir hinten mit drauf oder sie fuhren im Trabi auf 

dem Beifahrersitz mit.Wenn ich so drüber Nachdenke wurden wir eigentlich dieganze Zeit von harten Schikanen verschont.Personen Kontrollen und Kontrollen der Fahrzeuge egal ob

AWO,Trabant oder MZ gabs immer-da waren alle gleich.

 

Thanks Topperharley 

 

 

Nach oben